Feucht-fröhliche Freizeit

Mal eben zum Entspannen und Erfrischen ins Schwimmbad? Auch Menschen mit Behinderung kennen diesen Wunsch. Aber sie wissen ebenso: „Mal eben“ ist das für sie zumeist nicht möglich. Die Damhorst-Stiftung trägt deshalb mit ihrer Förderung dazu bei, dass Menschen mit Behinderung ihre Freizeit feucht-fröhlich beim Schwimmen verbringen können.

 

Die Bischöfliche Stiftung Haus Hall hat bis 2015 ein eigenes Schwimmbad am Standort Gescher betrieben. Das allerdings musste aus Kostengründen geschlossen werden. Die Bewohnerinnen und Bewohner der Einrichtung empfinden dies bis heute als großen Verlust. Für die meisten von ihnen gab es seither keine Chance mehr zu einem solchen Schwimmvergnügen.

 

Die Lösung heißt „Schwimm-Bulli“

Lukas Tekampe, Abteilungsleiter in Haus Hall, begründet das: „Es ist sehr aufwändig, solche Schwimmangebote für Menschen mit Behinderung zu organisieren.“ Denn dazu werde mehr Personal benötigt, als im Alltag dafür einzusetzen sei. So benötige etwa ein Epileptiker im Wasser allein für sich ständig einen Betreuer.

 

Beharrlich suchte Tekampes Team dennoch nach einer Möglichkeit, den Wunsch der Bewohner zu erfüllen. Die Lösung heißt „Schwimm-Bulli“: Ein Klein-Bus macht sich einmal im Monat von Gescher nach Coesfeld ins Hallenbad auf. Die Sachkosten dieses Angebots, also die Fahrtkosten und den Eintritt ins Schwimmbad, tragen die Teilnehmenden selbst.

 

Stiftung übernimmt Personalkosten

Die Personalkosten des Schwimmangebots für eine hauptamtliche Mitarbeiterin und zwei Unterstützungskräfte hat die Damhorst-Stiftung übernommen. Damit konnte der „Schwimm-Bulli“ starten und die Sportbegeisterten aus Gescher Kurs aufs Coesfelder Nass nehmen.

 

Lukas Tekampe zieht eine Zwischen-Bilanz: „Das Angebot erfreut sich großer Beliebtheit. Für manche unserer Bewohnerinnen und Bewohner ist es ein echtes Highlight in ihrer Freizeit.“