Inklusive Pilger-Wanderung von Stift Tilbeck

Eine aufrichtende Gemeinschafts-Erfahrung, eine stärkende Pilger-Wanderung: 39 Frauen und Männer mit und ohne Behinderung aus dem Stift Tilbeck erlebten einen besonderen Tag. Die Damhorst-Stiftung förderte diese Aktion.

 

Vom Billerbecker Dom aus pilgerten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf den Spuren des ersten Bischofs von Münster in den Baumbergen. Im Turm des Billerbecker Domes, vor der Kapelle, in der der Leichnam des heiligen Liudger im Jahre 809 aufgebahrt worden war, erhielten alle von Propst Hans-Bernd Serries zuvor den Pilgersegen. Zudem bekamen alle Pilger einen Button mit dem  “L“ auf lila Hintergrund ausgehändigt – das Zeichen für den Ludgerusweg. So wusste jeder, welchem Zeichen er folgen musste.

 

Voran mit gegenseitiger Hilfe

Neben spirituellen Impulsen blieb unterwegs die Möglichkeit für interessante Gespräche und Begegnungen. Ausgeprägt war die Achtsamkeit füreinander. Weil manche Pilger früh an ihre Grenzen kamen, legte die Gruppe großzügige Pausen sein. Man konnte sich auch mit dem Auto zum nächsten Abschnitt bringen lassen.

 

Unterwegs wurde die Pilgergruppe von einer Familie gastfreundlich mit kühlen Getränken empfangen. Ein Impuls zu Leben und Wirken des heiligen Liudger ermutigte die Gruppe, weiter zu gehen. Vor ihr lag nun der beschwerlichste Teil. Das Gelände wurde teilweise unwegsam, es gab einige Steigungen und Abstiege. Aber mit gegenseitiger Hilfe ging es voran – ein gutes Miteinander.

 

Fünf Stunden auf dem Weg

Die Rast an der Bruder-Klaus-Kapelle beschenkte mit einer fantastischen Aussicht bei schönstem Sonnenschein. In der Kapelle erhielt die Gruppe einen Impuls zu Madeleine Delbrel. Diese Frau unserer Zeit kümmerte sich um alleinerziehende Mütter, Arbeitslose und streikende Arbeiter. Kraft ihres Glaubens ermutigte sie andere, sich Ungerechtigkeiten zu widersetzen.

 

Nach fast fünf Stunden und 16 Kilometern erreichten die Pilger Stift Tilbeck. Dort empfingen sie in der Kapelle Maria-Hilf den Abschluss-Segen. Danach warteten Kaffee und Kuchen auf die Pilger. Geschafft, aber froh über das Geschaffte, wurde der Wunsch geäußert, auch im nächsten Jahr wieder zu einer inklusiven Pilgerwanderung aufzubrechen. Die Damhorst-Stiftung hat die Aktion durch Übernahme von Bus- und Verpflegungskosten gefördert.